Einleitung

 

 

 

 

 


TE KUKI AIRANI - ROIMATA OTE KAU ATUA
Die Cook Inseln oder die Tränen der Götter

Wo Südseeträume weich landen

 


 

" 'E orama no toku parataito "
Wenn du die Inseln einmal siehst, wird dieses Paradies als  Traum in dir weiter leben.

 


 

»Visit heaven while you're still on earth!« - »Besuchen Sie den Himmel, solange Sie auf Erden weilen!« So verspricht die Fremdenverkehrswerbung der Cook-Inseln das Blaue vom Himmel -und hält es sogar fast immer. Touristen finden eine gelungene Kombination von natürlicher Idylle und komfortabler Zivilisation zu zivilen Preisen vor. Weicher kann man in der Südsee kaum landen! Die Inselgruppe, die sich auf eine Wasserfläche verteilt, die etwa einem Drittel der Landfläche Nordamerikas entspricht, bietet hübsche überschaubare Fleckchen Erde mit üppig blühender Vegetation, weißen Stränden, blauen Lagunen, anmutigen, freundlichen Menschen und ungefährlichen Tieren.

Captain James Cook entdeckte die südlichen Inseln - mit Ausnahme von Rarotonga. Nach ihm benannt wurde die Inselgruppe jedoch erst viel später durctrei-nen namenloses Kartographen.

Von den insgesamt 15 Inseln -mit einer Gesamtfläche von 240 qkm - sind nur 12 bewohnt. Und jeder der 19 500 Insulaner hat sich unfreiwillig, über Staatsausgaben, für die Errichtung eines noch immer unbewohnten Luxushotels auf Rarotonga mit 5500 NZ-Dollar verschuldet. Denn das touristische Prestigeobjekt wurde zum finanziellen Desaster. Und immer wieder muss die Regierung, die in freier Assoziierung zu Neuseeland steht, hohe Kredite aufnehmen.

Die Volkswirtschaft wäre schon längst zusammengebrochen, würden nicht 20 000 nach Neuseeland ausgewanderte Insulaner ihre Verwandten daheim finanziell unterstützen.
Die Kultur der Cook-Inseln drückt sich am stärksten in ihren Tänzen aus. Der Tamure, der Trommeltanz, wird mit atemberaubendem Tempo und enormer Präzision ausgeführt. Die hierbei spürbare Lebensfreude konnte auch nicht von den Missionaren unterdrückt werden, die im 19 Jh. strenge Moral predigten.

James Cook

James Cook (1728-1779), britischer Entdecker und Seefahrer, berühmt geworden durch seine drei großen Entdeckungsreisen in den Südpazifik und die nordamerikanischen Küstengewässer.  Cook (volkstümlich Captain Cook) wurde am 27. Oktober 1728 in Marton (England) als Sohn eines Landarbeiters geboren. Er heuerte 1755 in der Royal Navy an. Nach vier Jahren hatte er es bis zum Kapitän gebracht. Die Jahre von 1756 bis 1767 verbrachte er mit der Kartographierung der nordatlantischen Küstengewässer Kanadas vor Neufundland und Nova Scotia sowie mit der des Sankt-Lorenz-Stromes bis Quebec.

1768 unternahm er als stellvertretender Kommandant der Endeavour seine erste große Fahrt in den Südpazifik. Dabei führte er eine Gruppe britischer Astronomen auf der Route über Kap Hoorn zu der erst kurz zuvor entdeckten Insel Tahiti. Ziel der Astronomen war es, den Lauf des Planeten Venus (Juni 1769) zu beobachten.
Die Reise ging weiter nach Neuseeland, wo Cook Teile der beiden Hauptinseln für die britische Krone in Besitz nahm und 3 860 Kilometer Küstenlinie erstmals genau kartographierte (seine Karten blieben bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch). Indem er um beide Hauptinseln herum und zwischen ihnen hindurch segelte (die heutige Cookstraße), bewies er, dass sie nicht zu einem größeren Südkontinent gehören.

1770 landete er als erster Europäer an der Ostküste Australiens (Botany Bay), die er kartographierte und für Großbritannien als New South Wales in Besitz nahm. Die Botany Bay trägt ihren Namen wegen der zahlreichen, damals noch unbekannten Pflanzenarten, die von dem Expeditionsbotaniker Joseph Banks bestimmt wurden.
Weiter nordwärts segelnd kartographierte Cook rund 3 200 Kilometer Küste und durchsegelte erfolgreich die gefährlichen Gewässer zwischen der Küste und dem Großen Barrierriff. Anschließend durchfuhr er die Torresstraße, um dann auf Java zu landen, wo 30 seiner Männer an der Ruhr starben. Mit der Durchsegelung der Sundastraße bewies er, dass Java und Sumatra getrennt sind. Im Anschluss an seine Rückkehr nach England (1771) wurde Cook zum Kommandanten befördert.

1772 brach er mit der Resolution und der Adventure zu seiner zweiten großen Expedition auf. Er wollte den sagenumwobenen Süderdteil Terra Australis suchen, wovon Australien angeblich nur einen Teil darstellen sollte. Dieser Glaube an einen riesigen Südkontinent ging auf die alten Griechen zurück, die annahmen, eine solche Landmasse sei erforderlich, um die großen Erdteile auf der nördlichen Erdhalbkugel „auszubalancieren".

Cook drang in den Südpazifik vor und segelte am Rand der antarktischen Eismasse entlang. Am 16. Januar 1773 kreuzte er als erster Mensch den südlichen Polarkreis. Im gleichen Jahr landete er auf den von ihm so genannten Hervey-Inseln (später Cook-Inseln). 1774 kartographierte er die Neuen Hebriden (heute Vanuatu), die Marquesas und die Osterinsel. Er landete als erster Europäer auf einigen weiteren Pazifikinseln einschließlich Neukaledonien und Niue. Während dieser Reise überquerte er den südlichen Polarkreis dreimal.

Anschließend segelte er ostwärts um Kap Hoorn und entdeckte die Südsandwich-Inseln sowie die Inselgruppe Südgeorgien. Er ließ kurz an der Tafelbucht Halt machen und erreichte dann Großbritannien. Nach seiner Rückkehr im Juli 1775 wurde Cook zum Mitglied der Royal Society ernannt und erhielt die Copley-Medaille für wissenschaftliche Verdienste. Durch seine dreijährige Forschungsreise hatte er bewiesen, dass auf der Südhalbkugel kein Erdteil von der Größe Asiens existiert, sondern ausschließlich die große Eismasse der Antarktis.

Im Juli 1776 stach Cook erneut in See, um herauszufinden, ob es eine Nordwestpassage zwischen Atlantik und Pazifik nördlich des nordamerikanischen Kontinents gibt. Während des ersten Expeditionsabschnitts suchte er erneut den Zentralpazifik auf, wobei er 1778/79 die Sandwich-Inseln (heute Hawaii) entdeckte und kartographierte.

Nachdem er die Küste Nordamerikas erreicht hatte, suchte er, vor dem heutigen US-Bundesstaat Oregon kreuzend, ergebnislos nach der Nordwestpassage. Er kartographierte die Westküste des heutigen US-Bundesstaates Alaska, wo er in die heute Cook Inlet genannte Bucht vordrang. Anschließend stieß er weit nördlich bis zur Beringstraße vor, durchfuhr sie, bis ihn Eisgang etwa in Höhe von Icy Cape zum Abdrehen zwang. Er kehrte zu den Sandwich-Inseln zurück und wurde dort am 14. Februar 1779 im Streit mit Insulanern getötet.

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