Rakahanga

 

      


 

Rakahanga (andere Namen: Gente Hermosa oder La del Peregrino) ist ein entlegens Atoll der Cookinseln im Pazifischen Ozean. Das Atoll liegt 1.250 km von der Hauptstadt der Cookinseln, Avarua auf Rarotonga sowie 1.110 km vom Äquator entfernt. Die nächstgelegene Insel ist das knapp 38 km entfernte Manihiki. Das Atoll besteht aus zwei Hauptinseln und sieben Motu (Riffinseln) in der Lagune. Im Osten sind dies: Akaro, Motu Ngangle, Huananul, Motu Mahuta and Motu Okakara; auf der Südwestseite befindet sich das Eiland Te Kainga und die breiteste Passage in die Lagune.

Die Inseln sind nur 4 km² groß und liegen so niedrig, dass der Anstieg des Meeresspiegels durch die globale Erwärmung eine ernsthafte Bedrohung darstellt. 2006 bewohnten 141 Menschen die Insel. Es wird angegeben, dass Ferdinand Magellan die Insel 1521 für die Europäer entdeckt habe, dies wird von Historikern der Inselgeschichte jedoch nicht unterstützt. Eine der letzten großen Entdeckungsreisen der Spanier unter dem Kommando von Pedro Fernández de Quirós erreichte die Insel am 2. März 1606. Er schrieb in einer Beschreibung der Reise "Das Land ist unter vielen Eigentümern aufgeteilt und mit einer gewissen Wurzel bepflanzt, die ihre Brot sein muss. Der Rest der Insel ist ein großer, dichter Palmenhain, der die Nahrungsgrundlage der Eingeborenen ist. Um die 500 Einwohner sah man an der Küste versammelt."

Ein mitreisender Franziskanerbruder war so von Bewunderung bewegt, dass er die Insel gente hermosa ("Insel der schönen Menschen") nannte. De Quiros beschreibt die Einwohner als "die schönsten weißen und eleganten Menschen, denen wir während der Reise begegneten".
Die Insel wurden unter dem Guano Islands Act von 1856 für die USA beansprucht. Dieser Anspruch wurde 1980 in einem Vertrag zwischen den USA und Neuseeland offiziell an Neuseeland abgetreten.

Commander A. C. Clarke der zur Osprey-Klasse gehörenden Sloop HMS Espiegle erklärte die Insel am 9. August 1889 zum britischen Protektorat. Sie wurde 1901 als Teil Neuseelands angesehen. In der Lagune leben zahlreiche Palmendiebe, das äußere Riff bietet gute Bedingungen für den Fischfang, hier leben auch zahlreiche Meeresschildkröten. Jeden Januar findet ein Wettfischen nach Thunfisch statt, bei dem die Boote täglich mehr als 200 Fische anlanden. Die Insel ist dicht bewachsen. Große Brotfruchtbäume säumen die Dorfpfade und Kokospalmen und Pandanusbäume gedeihen. Aus den Fasern der Blätter des Pandanusbaumes stellen die Frauen Hüte, Matten und Körbe her.

Die Insel ist sehr schwer zu erreichen, außer per Boot von Manihiki und mit einem gelegentlich zwischen den Inseln verkehrenden Boot.
Die Sprache der Einheimischen ist Rakahanga-Manihiki.

 

 

Einleitung Allgemeines Mythologie Kultur Sprache Inseln Bilder Videos Südsee Links Sonstiges